Microsoft Power BI ist ein Dienst für Datenmodellierung, Auswertung und Visualisierung. Mit Power Query werden Datenquellen angebunden und aufbereitet, mit DAX Kennzahlen definiert, Berichte entstehen in Power BI Desktop und werden über den Power BI Service geteilt. Der Dienst ist eng mit dem übrigen Microsoft-Umfeld verzahnt, von Excel und Teams über Azure bis Microsoft Fabric, und bringt Konnektoren zu einer großen Zahl von Datenbanken, Diensten und Dateiformaten mit. Im Handel wird Power BI häufig als Berichtsschicht über ERP-, Kassen- und Onlinedaten eingesetzt, bis hinunter auf Filialebene.
Power BI stellt die Auswertung, anybill liefert eine Datenquelle dafür. Händler, die ihr Reporting in Power BI aufbauen, können Belegdaten aus dem stationären Verkauf als zusätzliche Quelle aufnehmen. Power BI bleibt die Berichtsschicht, anybill bleibt der Dienst für den digitalen Kassenbon. Eine zertifizierte Live-Schnittstelle wird dabei nicht behauptet.
Der Anschlusspunkt ist das Datenmodell. Power BI ist stark darin, verschiedene Quellen zu einem Modell zu verbinden, und im stationären Handel fehlt darin häufig der Kauf in seiner Struktur. anybill kann First-Party-Daten auf Bonebene liefern, die neben ERP-Zahlen, Kampagnendaten und Onlineumsatz stehen. Modellierung, Kennzahlen und Berechtigungen bleiben Power-BI-Seite.
Relevant ist das für Händler, die ohnehin im Microsoft-Umfeld arbeiten und ihre Berichte in Power BI führen. Wer Filialkennzahlen bisher aus Tagesabschlüssen zieht, gewinnt mit belegbasierten Daten eine Ebene an Detailtiefe hinzu.
Angesprochen sind ebenso Controlling- und Vertriebsteams, die Berichte selbst bauen und neue Quellen ohne großes IT-Projekt anbinden wollen. Die Zielgruppe bleibt der Handel mit Fläche, nicht das reine Onlinegeschäft, dessen Daten schon strukturiert vorliegen.
Im Laden senkt der digitale Beleg den Papierverbrauch an der Kasse und macht den Kauf auswertbar, statt ihn auf Thermopapier enden zu lassen. In Power BI heißt das konkretere Berichte: Warenkorbgrößen, Artikelkombinationen, Tageszeiten und Filialvergleiche lassen sich auf derselben Oberfläche zeigen, auf der schon Online- und ERP-Zahlen liegen. Der Beleg entsteht DSGVO-konform am Point of Sale.