Salesforce ist eine der meistgenutzten CRM-Plattformen weltweit, 1999 gegründet und mit Sitz in San Francisco. Das Portfolio reicht von Sales Cloud und Service Cloud über Marketing Cloud bis Commerce Cloud, ergänzt um die Data Cloud als gemeinsame Datenschicht und um KI-Funktionen für Auswertung, Assistenz und Automatisierung. Über AppExchange, offene APIs und Integrationswerkzeuge wie MuleSoft lassen sich Drittsysteme anbinden. Eingesetzt wird Salesforce vom Mittelstand bis zum Konzern, im Handel typischerweise als System, in dem Kundenakte, Servicefälle und Kampagnen zusammenlaufen.
Salesforce hält die Kundenbeziehung, anybill setzt am Kaufbeleg an. Händler, die Salesforce als CRM betreiben, können den digitalen Beleg als zusätzlichen Kanal nach dem Kauf ergänzen. Salesforce bleibt das führende System für Kundenakte, Service und Kampagnen, anybill bleibt der Dienst für den digitalen Kassenbon. Eine zertifizierte Live-Schnittstelle wird dabei nicht behauptet.
Interessant ist die Kombination vor allem wegen der Data Cloud. Sie ist darauf ausgelegt, Kundendaten aus verschiedenen Quellen zu einem Profil zusammenzuführen, und der stationäre Kauf ist dort häufig die fehlende Quelle. anybill kann First-Party-Daten aus dem Ladenkauf liefern, die neben Servicefällen, Kampagnenreaktionen und Onlinebestellungen stehen. Segmentierung, Automatisierung und Reporting bleiben Salesforce-Seite.
Relevant ist das für Filialisten und Marken, die Salesforce als zentrale Kundenplattform nutzen und den stationären Kauf bisher nicht darin abbilden. Wer Servicefälle und Kampagnen sauber führt, beim Umsatz in der Fläche aber im Dunkeln bleibt, schließt mit dem digitalen Beleg genau diese Lücke.
Angesprochen sind ebenso Organisationen mit eigener Salesforce-Entwicklung oder einem Implementierungspartner, die Datenquellen bewusst auswählen und anbinden. Die Zielgruppe bleibt der Handel mit Fläche, nicht das reine Onlinegeschäft, bei dem die Kaufdaten ohnehin im System liegen.
Im Laden senkt der digitale Beleg den Papierverbrauch an der Kasse und macht den Kauf zu einem auswertbaren Vorgang statt zu einem Zettel. Für Salesforce-Nutzer heißt das eine vollständigere Kundenakte: Was jemand in der Filiale gekauft hat, kann Service, Kampagnen und Segmentierung informieren. Am Point of Sale entsteht zugleich ein Opt-in-Touchpoint, DSGVO-konform und ohne die CRM-Landschaft anzufassen.