All articles

7 Dinge, die den stationären Handel 2026 verändern werden

15.01.2026
5
min reading time
Verkäuferin übergibt einer Kundin im stationären Geschäft eine Pflanze und bietet digitale Bezahlung an.
Caption text

Trends sind das eine. Entscheidend ist, was sie im Alltag wirklich verändern. Im Category Management, in der Filiale, im Marketing und im operativen Geschäft. Dieser Artikel übersetzt zentrale Entwicklungen in konkrete Auswirkungen und zeigt, welche Hebel Sie schon heute bewegen können.

Die folgenden sieben Punkte sind keine abstrakten Zukunftsszenarien. Es sind Veränderungen, die bereits begonnen haben und 2026 in der Breite ankommen werden. Zu jeder Entwicklung finden Sie eine konkrete Handlungsempfehlung, die sich ohne große Budgets oder langwierige IT Projekte umsetzen lässt.

1 Kassendaten werden zur Entscheidungsgrundlage

Jede Transaktion an der Kasse erzählt eine Geschichte. Welche Produkte werden zusammen gekauft. Zu welchen Uhrzeiten performen bestimmte Kategorien. Wie verändert sich das Kaufverhalten über Wochen und Monate.

Lange blieben diese Geschichten ungenutzt. Kassendaten wurden gespeichert, aber kaum analysiert. Das ändert sich gerade grundlegend. Moderne Analytics und Purchase Intelligence Lösungen machen diese Daten zugänglich, ohne dass ein eigenes Data Team notwendig ist.

Beispiel:

Ein Baumarkt erkennt durch Warenkorbanalysen, dass Kunden beim Kauf von Laminat in 45 Prozent der Fälle die Trittschalldämmung vergessen. Dieses Wissen war vorher nicht sichtbar. Jetzt wird es zur Basis für gezielte Cross Selling Maßnahmen.

Konkret umsetzen:

Fordern Sie von Ihrer IT einen Export der Transaktionsdaten der letzten zwölf Monate an. Analysieren Sie die häufigsten Produktkombinationen. Oft reicht bereits eine einfache Auswertung, um erste Muster zu erkennen.

2 Personalisierung startet am Kassenbon

Personalisierte Angebote müssen nicht komplex sein. Der einfachste Einstiegspunkt ist der Kassenbon. Der Kunde hat gerade gekauft, der Warenkorb ist bekannt und der Beleg landet garantiert beim Kunden.

Digitale Kassenbons machen daraus einen personalisierten Touchpoint. Statt eines statischen Dokuments erhält der Kunde relevante Hinweise, Empfehlungen oder Angebote basierend auf seinem Einkauf.

Beispiel:

Eine Drogeriekette spielt auf dem digitalen Kassenbon einen Coupon für Haarkuren aus, wenn Haarfärbemittel gekauft wurden. Die Einlösungsquote liegt bei 18 Prozent und damit deutlich über klassischer Streuwerbung.

Konkret umsetzen:

Prüfen Sie, ob Ihr Kassensystem digitale Belege unterstützt. Definieren Sie drei sinnvolle Produktkombinationen, bei denen ein Hinweis oder Coupon Mehrwert bietet.

3 Sortimentsentscheidungen werden datenbasiert

Welche Produkte gehören nebeneinander ins Regal. Welche Artikel blockieren Fläche ohne Umsatzbeitrag. Welche Kategorie benötigt mehr Platz. Solche Entscheidungen wurden lange aus Erfahrung oder Bauchgefühl getroffen.

2026 werden Sortimentsentscheidungen zunehmend datengetrieben. Warenkorbanalysen zeigen reale Kaufzusammenhänge. Abverkaufsdaten machen sichtbar, welche Produkte performen und welche nicht.

Beispiel:

Ein Modehändler stellt fest, dass Gürtel in 35 Prozent der Fälle zusammen mit Jeans gekauft werden, allerdings nur wenn beide Produkte zeitgleich verfügbar sind. Die Gürtel werden direkt neben der Jeans platziert. Der Absatz steigt um 40 Prozent.

Konkret umsetzen:

Wählen Sie eine Kategorie mit Optimierungspotenzial. Analysieren Sie häufige Produktkombinationen und testen Sie eine Platzierungsänderung in einer Filiale.

4 Manuelle Reports verschwinden

Wie viel Zeit verbringt Ihr Team mit Excel Reports, Datenexporten und Präsentationen. Diese Arbeitsweise ist 2026 nicht mehr zeitgemäß.

Moderne Analytics Plattformen liefern Echtzeit Dashboards. Fragen zur Performance einzelner Kategorien oder Zeiträume lassen sich sofort beantworten. Teilweise sogar per natürlicher Sprache über KI gestützte Abfragen.

Beispiel:

Ein Tankstellenbetreiber nutzt Purchase Intelligence zur Analyse von Kaufverhalten und Produktabsätzen. Früher dauerte der Monatsreport mehrere Tage. Heute sind alle Kennzahlen jederzeit abrufbar, inklusive konkreter Handlungsempfehlungen.

Konkret umsetzen:

Listen Sie alle regelmäßig erstellten Reports auf. Identifizieren Sie die zeitintensivsten. Prüfen Sie, welche davon automatisiert abgebildet werden können.

5 Kampagnen werden messbar bis zur Kasse

Hat eine Aktion wirklich Umsatz erzeugt. Wie viele Kunden haben einen Coupon eingelöst. Welche Maßnahme hat besser funktioniert. Im Online Handel sind diese Fragen Standard. Im stationären Handel oft nicht.

Digitale Touchpoints wie Apps, Newsletter und digitale Kassenbons schaffen Messbarkeit bis zum Kauf. Kampagnen lassen sich eindeutig zuordnen und vergleichen.

Beispiel:

Ein Lebensmittelhändler testet zwei Coupon Varianten auf dem digitalen Kassenbon. Nach zwei Wochen ist klar, welche Variante deutlich besser performt. Die Erkenntnis fließt direkt in die nächste Kampagne ein.

Konkret umsetzen:

Definieren Sie vor Kampagnenstart klare Kennzahlen. Stellen Sie sicher, dass die technische Infrastruktur die Messung ermöglicht.

6 Kunden erwarten kanalübergreifende Konsistenz

Ein Angebot aus dem Newsletter muss im Laden funktionieren. Treuepunkte müssen überall gelten. Verfügbarkeiten sollten übereinstimmen. Brüche in der Customer Journey werden immer weniger akzeptiert.

Kunden erwarten eine konsistente Erfahrung über alle Kanäle hinweg. Dafür braucht es vernetzte Systeme und saubere Daten.

Beispiel:

Ein Sportartikelhändler führt ein zentrales Kundenprofil ein. Die Kaufhistorie ist in App, Online Shop und Filiale sichtbar. Das Verkaufspersonal kann gezielter beraten und die Zufriedenheit steigt messbar.

Konkret umsetzen:

Testen Sie selbst Ihre Customer Journey. Lösen Sie Online Coupons im Laden ein und dokumentieren Sie jede Hürde.

7 Werbung wird zur Einnahmequelle für Händler

Retail Media ist längst kein Thema mehr nur für große Plattformen. 2026 wird es auch für mittelständische Händler relevant. Marken suchen Nähe zum Kaufmoment. Händler besitzen diese Touchpoints.

Ob digitale Kassenbons, Newsletter oder Displays. Viele Kontaktpunkte lassen sich monetarisieren und schaffen neue Erlösquellen bei überschaubarem Aufwand.

Beispiel:

Ein regionaler Drogeriehändler bietet Marken Platzierungen auf dem digitalen Kassenbon an. Abgerechnet wird pro ausgespieltem Coupon. Für den Händler entsteht zusätzlicher Umsatz ohne operative Mehrbelastung.

Konkret umsetzen:

Identifizieren Sie Marken mit Interesse an mehr Sichtbarkeit. Führen Sie erste Gespräche zu möglichen Platzierungen.

Fazit: Kleine Schritte, große Wirkung

Alle sieben Entwicklungen haben eines gemeinsam. Die Daten sind bereits vorhanden. Es braucht keine Großprojekte, sondern den Willen, vorhandene Informationen besser zu nutzen und systematisch zu testen.

Der beste Zeitpunkt dafür war gestern. Der zweitbeste ist heute.

Ihre Checkliste für Q1 2026

  • Transaktionsdaten der letzten zwölf Monate analysieren
  • Digitale Kassenbons technisch prüfen
  • Eine Kategorie datenbasiert optimieren
  • Manuelle Reports identifizieren und reduzieren
  • Messbarkeit für Kampagnen sicherstellen
  • Eigene Customer Journey testen
  • Gespräche mit Marken zu Retail Media führen

Von Trends zur Umsetzung

Viele der beschriebenen Hebel basieren auf einer zentralen Frage:

Wie lassen sich Kassendaten so auswerten, dass daraus konkrete Entscheidungen für Sortiment, Platzierung, Kampagnen und neue Erlösmodelle entstehen?

Genau hier setzt Purchase Intelligence an. Statt statischer Reports analysiert die Lösung reale Kaufvorgänge, erkennt Produktaffinitäten, Warenkorb Muster und Entwicklungen über Zeit. Das Ergebnis sind klare Antworten auf operative Fragen im stationären Handel.

Webinar am 28. Januar: Purchase Intelligence im stationären Handel

Wie das in der Praxis aussieht, zeigen wir im Webinar am 28. Januar.

Themen sind unter anderem:

  • Welche Fragen Händler heute realistisch aus Kassendaten beantworten können
  • Konkrete Use Cases aus Category Management, Kampagnensteuerung und Retail Media
  • Wie Analyse ohne Data Science Team funktioniert
  • Welche Quick Wins sich bereits in den ersten Wochen erzielen lassen

👉 Jetzt zum Webinar anmelden

Mehr zu Purchase Intelligence

Purchase Intelligence von anybill macht Kassendaten unmittelbar nutzbar. Die Plattform wertet Transaktionen automatisiert aus, erkennt relevante Zusammenhänge im Kaufverhalten und übersetzt Daten in konkrete Handlungsempfehlungen für den stationären Handel.

Weitere Informationen finden Sie unter:

anybill.de/purchase-intelligence

Start now

Ready to integrate with anybill?

CEO Lea Frank im Portrait

From our blog

Useful information about digital documents and developments in retail.